Freitagsmoschee von Jaunpur, Moschee aus dem 15. Jahrhundert in Jaunpur, Indien
Die Jama Masjid in Jaunpur ist eine große Moschee aus dem 15. Jahrhundert, die im indo-islamischen Stil errichtet wurde und als nationales Denkmal gilt. Sie steht auf einer erhöhten Plattform und besitzt ein mächtiges Eingangsportal, weitläufige Innenhöfe und Oberflächen, die mit geometrischen Mustern bedeckt sind.
Die Moschee wurde im 15. Jahrhundert unter Hussain Shah Sharqi, dem Herrscher des Sultanats von Jaunpur, erbaut und war damals eine der größten Gebetsstätten in dieser Region. Das Sultanat von Jaunpur war in jener Zeit ein eigenständiges Königreich in Nordindien mit einer eigenen Architekturtradition.
Die Jama Masjid in Jaunpur trägt an ihren Wänden Sanskrit-Inschriften und Säulen, die aus älteren hinduistischen Tempeln stammen. Wer genau hinschaut, erkennt an diesen Elementen, wie die Handwerker der damaligen Zeit Materialien verschiedener Herkunft in einem neuen Gebäude zusammenführten.
Da die Moschee auf einer erhöhten Plattform steht, muss man eine Treppe hinaufsteigen, bevor man das Hauptgebäude erreicht. Besucher sollten bedeckende Kleidung tragen und ausreichend Wasser mitbringen, da das Klima in Jaunpur je nach Jahreszeit sehr heiß sein kann.
Die Moschee verbindet in ihrer Form Einflüsse aus Delhi und Bengalen mit lokalen Handwerkstraditionen, was sie von anderen islamischen Bauwerken in Nordindien deutlich unterscheidet. Diese Mischung entstand, weil das Sultanat von Jaunpur kulturell zwischen mehreren großen Machtzentren lag und von allen beeinflusst wurde.
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