Sonnentempel von Martand, Hindu-Tempel im Distrikt Anantnag, Indien
Der Martand-Sonnentempel ist eine ausgedehnte Tempelruine in Kaschmir, die auf einem erhöhten Plateau über dem Tal liegt. Der zentrale Schrein ist von einem Säulengang umgeben, während offene Höfe und niedrige Mauern die äußeren Bereiche der Anlage bilden.
König Lalitaditya Muktapida ließ diesen Bau im 8. Jahrhundert errichten und widmete ihn dem Sonnengott Surya. Später wurde die Anlage während einer militärischen Auseinandersetzung zerstört und blieb seitdem in diesem Zustand.
Die Steinmetzarbeiten an den Wänden zeigen verschiedene göttliche Figuren und Flussgöttinnen, die die religiöse Vorstellungswelt jener Zeit widerspiegeln. Diese Darstellungen folgen einer über Jahrhunderte gewachsenen Formensprache und geben dem Bauwerk eine erkennbare künstlerische Handschrift.
Die Ruine liegt etwa eine Autostunde von Srinagar entfernt und ist über eine gut befahrbare Straße zu erreichen. Wer hierherkommt, sollte festes Schuhwerk tragen, da der Boden uneben ist und Steintrümmer verstreut liegen.
Die Baumeister verwendeten Elemente aus griechisch-buddhistischen, indischen und chinesischen Traditionen und schufen so eine eigene architektonische Sprache. Dieses Zusammenspiel zeigt sich besonders an den Säulenformen und den geschwungenen Dachlinien.
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