Nyay Mandir, Koloniales Gerichtsgebäude in Vadodara, Indien.
Das Nyay Mandir ist ein indo-sarazenischer Gerichtspalast in Vadodara mit roten Ziegeln, Mosaikfliesen und zentralen Hallen, die mit kunstvollen Verzierungen geschmückt sind. Der Entwurf von Robert Chisholm verbindet europäische und indische architektonische Stilelemente und verfügt über zwei zentrale Innenhöfe, um die mehrere Gerichtssäle angeordnet sind.
Das Gebäude wurde 1896 vom Maharaja Sayajirao Gaekwad III. eingeweiht und markierte einen Wendepunkt in Vadodaras städtischer Entwicklung. Der Ort hatte zuvor als Gemüsemarkt gedient, bevor er in einen modernen Justizpalast umgewandelt wurde, der die neuen rechtlichen Institutionen widerspiegelte.
Das Gebäude zeigt die Verehrung der Justizia durch seine Kunstwerke: Eine weiße Marmorstatue der Maharani Chimnabai I und eine hölzerne Reliefdarstellung der Nyay Devi aus dem 19. Jahrhundert prägen den inneren Raum. Diese Werke spiegeln wider, wie die Gründer das Gebäude als Symbol für rechtliche Autorität und Gerechtigkeit verstanden.
Das Gebäude liegt in der Nähe des Sursagar-Sees und lässt sich leicht zu Fuß erkunden, da seine beiden Innenhöfe die verschiedenen Bereiche logisch verbinden. Besucher sollten wissen, dass die Räume üblicherweise tagsüber geöffnet sind, obwohl einige Bereiche als aktive Gerichte noch in Benutzung sein können.
Die Fassade ist mit italienischen Keramikfliesen in Ocker- und Backsteinrot bedeckt, die dem Gebäude eine warme, leuchtende Oberfläche geben. Verzierte Kuppeln und schmiedeeiserne Schirme an den oberen Abschnitten zeigen handwerkliche Details, die selten bemerkt werden und den Entwurf von gewöhnlichen Verwaltungsgebäuden abheben.
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