Adolf-Hitler-Geburtshaus, Geburtshaus in Braunau am Inn, Österreich
Das Adolf-Hitler-Geburtshaus in der Salzburger Vorstadt 15 ist ein dreigeschossiges Biedermeier-Bürgerhaus in Braunau am Inn mit blass ockerfarbener, strukturierter Fassade. Die beiden Obergeschosse haben je sechs hohe Bogenfenster mit weißen Rahmen; die mittlere Reihe zeigt fächerförmige Stuckprofile. Das Erdgeschoss ist dunkler ockerfarben mit Rechteckfenstern und einem zurückgesetzten mittleren Eingang; ein Satteldach mit rotbrauner Blende sitzt über einem weißen Giebel links.
Die Bausubstanz stammt aus dem 17. Jahrhundert, als das Braugasthaus „Zum braunen Hirschen“ Stall, Stadel, Sudhaus und Mietwohnungen umfasste. Der Zollbeamte Alois Hitler und seine Frau Klara bewohnten eine dieser Wohnungen, und dort wurde ihr Sohn Adolf am 20. April 1889 geboren; ob im Vorderhaus oder im abgebrochenen Hinterhaus, ist unter Historikern umstritten. 1938 kaufte Martin Bormann das Haus für die NSDAP zum vierfachen Verkehrswert, nach 1945 diente es als Gedenkausstellung, Bibliothek, Schule und Werkstätte für Menschen mit Behinderung. 2016 enteignet, wurde es am 22. Juli 2026 als Polizeizentrum eröffnet.
Ein 1989 zum 100. Geburtstag Hitlers in den Gehsteig eingelassener Granit-Gedenkstein stammt aus dem Steinbruch von Mauthausen; die Stadt distanzierte sich damals von Hitler und stellte den Verkauf von Souvenirs mit seinem Namen ein. Heute befindet sich im Gebäude ein Polizeizentrum, das am 22. Juli 2026 von Innenminister Gerhard Karner und Wolfgang Peschorn von der Finanzprokuratur eröffnet wurde.
Das österreichische Innenministerium kontrolliert das Gebäude und plant, es in eine Polizeistation umzuwandeln, um Versammlungen rechtsextremer Gruppen zu verhindern. Der Zugang zum Inneren ist nicht möglich, aber die Straße bleibt öffentlich begehbar und der Gedenkstein jederzeit sichtbar.
Das Gebäude wechselte nach 1945 mehrfach den Besitzer und diente zeitweise als Bibliothek, Bankfiliale und Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Die österreichische Regierung enteignete es 2016 nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit mit der Eigentümerin, die sich gegen jegliche Nutzung gesperrt hatte.
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