Adolf-Hitler-Geburtshaus, Geburtshaus in Braunau am Inn, Österreich
Das Adolf-Hitler-Geburtshaus ist ein dreigeschossiges Gebäude im Biedermeier-Stil an der Salzburger Vorstadt 15 in Braunau am Inn, Österreich, mit cremefarbenen Wänden und vergitterten Fenstern im Erdgeschoss. Die Fassade zeigt die typischen Merkmale bürgerlicher Wohnhäuser aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit symmetrischer Fensteranordnung und schlichter Gliederung.
Am 20. April 1889 wurde Adolf Hitler in einer Wohnung im zweiten Stock geboren, wo seine Familie bis 1891 lebte, bevor sie nach Linz umzog. Die Nationalsozialisten erwarben das Gebäude 1938 und verwandelten es in ein Kulturzentrum, während es nach dem Zweiten Weltkrieg als Bibliothek und Schule diente.
Der Gedenkstein vor dem Haus stammt aus dem Steinbruch des Konzentrationslagers Mauthausen und trägt eine Inschrift, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Die österreichische Regierung nutzt das Gebäude bewusst, um eine offene Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zu fördern und rechtsextreme Versammlungen zu verhindern.
Das österreichische Innenministerium kontrolliert das Gebäude und plant, es in eine Polizeistation umzuwandeln, um Versammlungen rechtsextremer Gruppen zu verhindern. Der Zugang zum Inneren ist nicht möglich, aber die Straße bleibt öffentlich begehbar und der Gedenkstein jederzeit sichtbar.
Das Gebäude wechselte nach 1945 mehrfach den Besitzer und diente zeitweise als Bibliothek, Bankfiliale und Werkstatt für Menschen mit Behinderungen. Die österreichische Regierung enteignete es 2016 nach einem jahrzehntelangen Rechtsstreit mit der Eigentümerin, die sich gegen jegliche Nutzung gesperrt hatte.
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