Hundalm-Eishöhle, Eishöhlensystem in Angerberg, Österreich.
Die Hundalm-Eishöhle ist ein Höhlensystem in Angerberg mit natürlichen Kammern aus Kalkstein, die mit Eisformationen gefüllt sind. Die Höhle erstreckt sich etwa 45 Meter in die Tiefe und enthält komplexe Strukturen aus gefrorendem Wasser und mineralischen Ablagerungen.
Der Höhlenforscher Otto Engelbrecht entdeckte das Höhlensystem 1921 und machte es erstmals wissenschaftlich bekannt. Die Höhle wurde 1956 zum Naturdenkmal erklärt und der Öffentlichkeit 1967 zugänglich gemacht.
Die Höhle trägt ihren Namen von den umliegenden Hundalm-Almwiesen, wo Hirten seit Generationen Rinder zur Milch- und Käseherstellung auf die Weiden treiben. Besucher können die Verbindung zwischen dem Höhlenerlebnis und der traditionellen Berglandwirtschaft dieser Region spüren.
Geführte Touren finden von Ende Mai bis Oktober statt, und Besucher sollten warme Kleidung mitbringen, da die Temperaturen in der Höhle das ganze Jahr über um null Grad Celsius liegen. Es ist ratsam, festes Schuhwerk zu tragen, da die Wege im Inneren rutschig sein können.
Die Eisstalaktiten und Eisstalagmiten in der Höhle sind zwischen 120000 und 350000 Jahre alt und machen sie zu einem wichtigen Ort für geologische Forschung. Wissenschaftler nutzen diese Strukturen, um Klimaveränderungen über lange Zeiträume hinweg zu verstehen.
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