Landesgericht für Strafsachen Wien, Strafgericht in Josefstadt, Österreich
Das Landesgericht für Strafsachen Wien ist ein großes Justizgebäude mit Renaissanceelementen in der Landesgerichtsstraße 11 im achten Wiener Bezirk. Das Komplexgebäude beherbergt sowohl Gerichtssäle als auch Verwaltungsbereiche innerhalb seiner massiven Struktur.
Die Anlage entstand nach dem Umzug des Gerichts vom Hohen Markt und wurde ab 1832 errichtet, um 1839 bezogen. Der Neubau folgte damals modernen Vorstellungen für Justizgebäude.
Im Inneren zeigen sich Elemente der Frührenaissance mit toskanischen Palästen als Vorbild, die die Bedeutung von Architektur für Österreichs Justizsystem widerspiegeln. Die Fassade und die Raumaufteilung vermitteln eine Atmosphäre von Autorität und Ordnung, die bis heute wirkt.
Das Gebäude ist über zwei ebene Eingänge erreichbar, die Rollstuhlfahrer unterstützen. Die Straßenbahnlinien 43 und 44 halten in der Nähe und ermöglichen einfache Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Das Gebäude wird lokal als Graues Haus bezeichnet, da es neben den Gerichtssälen auch eine Untersuchungshaftanstalt beherbergt. Diese Doppelfunktion ist für Besucher nicht unmittelbar sichtbar, prägt aber die Bedeutung der Anlage im Bezirk.
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