Meidlinger Kaserne, Militärkaserne in Meidling, Österreich.
Die Meidlinger Trainkaserne ist eine Militäranlage im 12. Wiener Bezirk mit zwei unterschiedlich strukturierten Gebäudekomplexen: einem Kommandanturgebäude an der Ruckergasse und Wohnbauten mit angeschlossenen Stallungen sowie Lagerflächen. Die Gesamtanlage wurde für die Unterbringung von Panzertruppen und ihrer Ausrüstung konzipiert.
Die Kaserne wurde zwischen 1904 und 1906 nach Plänen des Architekten Wenzel König errichtet und sollte ursprünglich 600 Soldaten, 400 Pferde und über 1000 Wagen aufnehmen. Seit ihrer Gründung diente sie verschiedenen Sicherheitsbehörden, beginnend mit der Öesterreichischen Armee bis zu ihrer heutigen Nutzung durch Bundesbehörden.
Der östliche Teil war lange Zeit Sitz der Landesgendarmeriekommando Niederösterreich, während der westliche Flügel nach zwei Offizieren benannt wurde, die gegen die Nazi-Herrschaft kämpften. Dieser Name erinnert daran, wie der Ort die Erinnerung an lokale Widerstände bewahrt.
Die Anlage befindet sich unweit des Bahnhofs Wien Meidling und ist daher mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht erreichbar. Heute beherbergt das Gelände verschiedene Sicherheitsbehörden, wodurch der Zugang für Besucher eingeschränkt sein kann.
Der Bau dieser Kaserne führte zur Entfernung des letzten Weingartens in Wien-Meidling in den frühen 1900er Jahren. Diese Fläche, einst Teil der Wiener Weinbautradition, wurde damit auf Dauer von militärischem Gelände überlagert.
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