Indianerhof, Denkmalgeschützter Wohnkomplex in Meidling, Österreich.
Der Indianerhof ist ein geschützter Wohnkomplex mit 19 Gebäuden und etwa 735 Wohnungen, die sich über mehrere Straßen verteilen, darunter die Aichholzgasse, Ratschkygasse und Hohenbergstraße. Die Anlage vereint verschiedene architektonische Stile von Camillo Fritz Discher und Karl Dirnhuber und beherbergt heute neben Wohnraum auch ein Jugendzentrum und Theater in einem früheren Waschanlagengebäude.
Der Indianerhof wurde zwischen 1929 und 1931 erbaut und gehört zur Roten Wien Bewegung, die fortschrittliche Wohnlösungen für Arbeiter schuf. Das Gelände wurde während des Österreichischen Bürgerkriegs am 14. Februar 1934 zum Kampfplatz und markierte damit einen Wendepunkt in der österreichischen Geschichte.
Die Anlage trägt ihren Namen nach einer farbigen Figur eines Ureinwohners über dem Eingang an der Rotenmühlgasse, die das Gebäude prägt und bis heute Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dies spiegelt die spielerische Namensgebung wider, die solche öffentlichen Wohnkomplexe in Wien charakterisiert.
Das Gelände ist über mehrere Straßen verteilt und kann zu Fuß erkundet werden, wobei jeder Bereich für sich interessant ist. Besucher sollten Zeit einplanen, um die verschiedenen Gebäudetypen und öffentlichen Bereiche kennen zu lernen, besonders das Jugendzentrum und Theater sind heute aktive Orte.
Eine farbige Figur eines Ureinwohners über dem Eingang an der Rotenmühlgasse 64 gab diesem großen sozialen Wohnprojekt seinen inoffiziellen Namen. Der Name blieb haften und wird heute von Einheimischen und Besuchern verwendet, obwohl die ursprüngliche Bedeutung der Figur in Vergessenheit geraten ist.
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