Orašje, Gemeinde in Bosnien und Herzegowina
Orašje ist eine Stadt im Nordosten von Bosnien und Herzegowina, die sich am Ufer der Sava erstreckt und als wichtiger Grenzübergang nach Kroatien dient. Die flache Landschaft mit der Sava-Ebene prägt das Stadtbild, während die Altstadt aus Wohnbauten aus dem 19. Jahrhundert und religiösen Gebäuden verschiedener Glaubensrichtungen besteht.
Die Stadt wurde im 19. Jahrhundert gegründet, als muslimische Flüchtlinge aus Serbien nach dem Fall des Ottomanischen Reiches dorthin zogen. Das Gebiet hatte jedoch frühere Siedlungen wie Terra Tolis aus dem 13. Jahrhundert, die zeigen, dass die Region bereits lange besiedelt war.
Der Name Orašje stammt aus der lokalen Tradition und bezieht sich auf die Walnussanbau-Geschichte der Region. Im Ort können Besucher religiöse Bauwerke wie die Azizija-Moschee von 1862 und die Franziskaner-Kirche aus dem Jahr 1881 sehen, die das Zusammenleben verschiedener Gemeinschaften widerspiegeln.
Der Fluss Sava bietet einen schönen Wanderweg mit Aussicht, besonders bei Sonnenuntergang, und es gibt lokale Cafés und Restaurants auf den Uferbereichen. Die Stadt ist relativ kompakt und leicht zu Fuß zu erkunden, mit klaren Wegen zwischen den Hauptsehenswürdigkeiten.
Eine Statue der 'Posavka auf dem Fahrrad' steht seit 2017 am Ortseingang und zeigt eine Frau in traditioneller Kleidung beim Radfahren. Das Denkmal für den Schauspieler Ivo Gregurević erinnert auch an den Gründer des Festivals 'Tage des kroatischen Films', das hier jedes Jahr stattfindet.
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