Grenzhochspannungshindernis, Grenzsperre zwischen Belgien und Niederlande, Belgien
Der Dodendraad war ein elektrischer Grenzzaun entlang der belgisch-niederländischen Grenze mit Drähten, die unter tödlicher Spannung standen. Eine 200 Meter lange Rekonstruktion dieses Zauns befindet sich in Hamont-Achel mit Informationstafeln zur technischen Funktionsweise.
Deutsche Truppen errichteten diesen elektrifizierten Zaun 1915, um belgische Zivilisten daran zu hindern, in die neutrale Niederlande zu fliehen. Während der deutschen Besatzung im Ersten Weltkrieg blieb der Zaun bis November 1918 aktiv.
Der Draht trennte Gemeinschaften und Familien über die Grenze hinweg, sodass niederländische und belgische Anwohner ihn Dodendraad nannten, was Draht der Toten bedeutet. Dieser Name spiegelt die tiefe menschliche Tragödie wider, die mit diesem Ort verbunden ist.
Der Besuch des Ortes erfordert keine besonderen Vorbereitungen, da die Rekonstruktion leicht zugänglich ist und sich auf ebener Strecke befindet. Die Informationstafeln sind in verschiedenen Sprachen verfügbar, um den Besuchern ein umfassendes Verständnis zu vermitteln.
Der Zaun führte Hochspannung mit etwa 2.000 Volt, was bei Berührung sofort zum Tod führte. Diese technische Brutalität macht den Ort zu einem ergreifenden Zeugnis der Kriegszeit.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.