Geuzentoren, Fernsehturm und alte Steinstruktur im Muziekbos-Wald, Ronse, Belgien
Der Geuzentoren ist ein runder Steinturm aus lokalem Eisensandstein, der auf dem Gipfel des Muziekbos-Hügels auf einer Höhe von etwa 150 Metern steht. Im Inneren führt eine spiralförmige Treppe mit zwei Zwischenetagen zur Aussichtsplattform an der Spitze.
Der Turm wurde 1864 von M. Scribe errichtet und verkörpert einen Trend des 19. Jahrhunderts, dekorative Bauwerke als Zierbauten zu schaffen. Die Struktur war Teil einer Mode unter wohlhabenden Eigentümern, ihre Grundstücke mit solchen architektonischen Fantasien zu schmücken.
Der Turm ist eng mit der regionalen Identität verknüpft, nachdem der Dichter Pol de Mont die Gegend 1888 besuchte und ihr den Namen 'Flämische Ardennen' gab. Diese Bezeichnung prägte das Selbstverständnis der lokalen Bevölkerung nachhaltig.
Der Aufstieg über die interne Wendeltreppe erfordert moderate körperliche Anstrengung und belohnt Besucher mit einer Aussicht über die Umgebung. Die beste Zeit zum Besuch ist bei klarem Wetter, wenn die Sichtweite maximal ist.
Der Turm steht auf einem antiken gallisch-römischen Grabhügel, wo Archäologen zwei Urnen mit Kremationsresten ausgegraben haben. Diese archäologischen Funde zeigen, dass das Hügelgelände bereits lange vor dem 19. Jahrhundert sakrale Bedeutung hatte.
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