Saint John, Hafenstadt in New Brunswick, Kanada.
Saint John liegt an der Nordküste der Bay of Fundy, wo der Saint John River in den Atlantik mündet, und bildet mit etwa 70.000 Einwohnern die größte Stadt New Brunswicks. Die Altstadt erstreckt sich über Hügel oberhalb des Hafens mit terrassenförmig angelegten Straßen und schmalen Gassen zwischen viktorianischen Gebäuden.
Samuel de Champlain betrat am 24. Juni 1604 erstmals diesen Hafen und benannte den Fluss nach Johannes dem Täufer, dessen Festtag an jenem Tag gefeiert wird. Loyalisten aus den amerikanischen Kolonien gründeten 1783 die heutige Siedlung und brachten britische Verwaltungsstrukturen mit, die bis zur Provinzgründung 1867 bestehen blieben.
Die Hafenfront zeigt erhaltene viktorianische Lagerhäuser aus rotem Backstein, die heute Geschäfte und Restaurants beherbergen. In den Straßen nahe dem Hafen erinnern alte Schilder und schmiedeeiserne Details an die Zeit, als Holzexport und Schiffbau die Wirtschaft prägten.
Der Hafen liegt am östlichen Ende der Stadt und ist über Fußwege vom historischen Zentrum aus erreichbar. Nebel vom Atlantik kann die Sicht im Frühjahr und Herbst einschränken, während das Wetter an der Küste oft kühler bleibt als im Landesinneren.
Die Gezeiten der Bay of Fundy drücken den Fluss zweimal täglich zurück und erzeugen dabei stromaufwärts gerichtete Strömungen an der Mündung. Bei Ebbe fließt das Flusswasser über Felsstufen nach außen, während bei Flut das Meerwasser den gleichen Weg wieder hinein nimmt.
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