Linton Apartments, Beaux-Arts Wohngebäude im Golden Square Mile, Montreal, Kanada
Das Linton Apartments an der Sherbrooke Street West ist ein zehnstöckiges Wohngebäude im Beaux-Arts-Stil mit einer markanten Terrakotta-Fassade, die reich mit gebrannten Lehmverzierungen geschmückt ist. Die Struktur zeigt typische architektonische Merkmale dieser Epoche mit aufwendig gestalteten Details an der Außenseite.
Das Gebäude wurde 1908 von den Architekten Samuel Arnold Finley und David Jerome Spence entworfen und war damals das größte Wohngebäude in Montreal. Der Bau markierte einen Wendepunkt in der städtischen Entwicklung und zeigte den wachsenden Wunsch der reichen Klasse nach modernem urbanen Wohnen.
Das Gebäude zeigt, wie wohlhabende Bewohner Anfang des 20. Jahrhunderts das Apartmentleben dem Unterhalt großer Häuser vorzogen. Dieser Wandel prägte das Verständnis von städtischem Wohnen und machte Mehrfamilienhäuser zur bevorzugten Wohnform für die Oberschicht.
Das Gebäude war mit modernem Komfort ausgestattet wie Zentralheizung, Aufzügen und elektrischen Türklingeln, die für damalige Verhältnisse fortschrittlich waren. Ein Telefonvermittlungssystem im Haus ermöglichte es den Bewohnern, direkt miteinander in Verbindung zu treten.
Das Gebäude überragt die umliegenden Häuser deutlich und war eine der ersten Strukturen, die die Maßstäbe für Hochhausbau in der Stadt setzte. Diese Höhe war zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch ungewöhnlich für Wohngebäude und machte das Linton zu einem Wahrzeichen in der Skyline.
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