Sankt-Lorenz-Golf, Bucht in Minganie, Kanada
Der Golfe du Saint-Laurent ist eine große Meeresbucht im Osten Kanadas, die den Sankt-Lorenz-Strom mit dem Atlantischen Ozean verbindet und von den Küsten Quebecs, Neufundlands und der Maritimes eingerahmt wird. Das Wasser wechselt die Farbe je nach Wetter und Tiefe, und die Küstenlinie wechselt zwischen Felsklippen, Wäldern und vereinzelten Sandstränden.
Jacques Cartier war im 16. Jahrhundert der erste Europäer, der den Golf erkundete, obwohl indigene Völker wie die Mi'kmaq seit Tausenden von Jahren diese Gewässer befuhren und befischten. Später kämpften Frankreich und Großbritannien um die Kontrolle über die Küsten, da der Golf als Einfahrt nach Kanada und als Zugang zu den reichen Kabeljaugewässern von entscheidender Bedeutung war.
Der Name des Golfs leitet sich vom Heiligen Laurentius ab, dessen Namenstag auf den Tag fällt, an dem Jacques Cartier die Mündung des Flusses erkundete. Entlang der Küste kann man noch heute Dörfer sehen, deren Bewohner seit Generationen von Fischfang und dem Sammeln von Meeresfrüchten leben.
Die Region ist weitläufig und dünn besiedelt, daher ist ein eigenes Fahrzeug der einfachste Weg, die Küste entlang zu reisen. Für abgelegene Dörfer, die keine Straßenverbindung haben, gibt es Fähren und Kleinflugzeuge, und im Sommer ermöglichen Bootstouren, die Küste vom Wasser aus zu sehen.
Das Wasser des Golfs ist eine Mischung aus Süß- und Salzwasser, da der Sankt-Lorenz-Strom so viel Süßwasser ins Meer trägt, dass der Salzgehalt in Küstennähe deutlich niedriger ist als im offenen Ozean. Diese Mischung zieht Belugawale an, die in den flacheren, brackigen Gewässern entlang der Küste fressen und sich fortpflanzen.
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