Tobleroneweg, Militärische Befestigungslinie im Waadt, Schweiz
Die Toblerone-Linie ist eine Militärverteidigungslinie in der Region Vaud zwischen Bassins und Prangins, die sich über mehrere Kilometer erstreckt. Das System besteht aus mehren tausend betonnen dreieckigen Sperrelementen, die mit integrierten Festungen verbunden sind und zusammen ein Verteidigungsnetzwerk bildeten.
Die Verteidigungslinie wurde zwischen 1937 und 1939 erbaut und bildete einen wichtigen Teil der Schweizer Militärinfrastruktur. Sie entstand als Reaktion auf die politischen Spannungen in Europa vor dem Zweiten Weltkrieg und sollte potenzielle Invasionen verhindern.
Die dreieckigen Betonblöcke erhielten ihren Namen wegen ihrer Ähnlichkeit mit der Schweizer Schokoladenmarke Toblerone. Heute erkennen Besucher beim Spaziergang sofort, woher diese humorvolle Bezeichnung stammt, wenn sie die markanten Formen in der Landschaft sehen.
Der beste Weg, das Thema zu verstehen, ist ein Besuch im Villa Rose Festungsmuseum in Gland, das Ausstellungen zu den Verteidigungsanlagen und ihrer strategischen Rolle zeigt. Die Wanderwege entlang der Linie selbst sind öffentlich zugänglich und bieten einen direkten Einblick in die erhaltenen Betonblöcke.
Die einzelnen Betonblöcke wiegen etwa 9 Tonnen und folgen dem Verlauf der Flüsse Promenthouse und Serine, was das System perfekt in die Landschaft eingebunden hat. Diese geografische Platzierung war kein Zufall, sondern eine bewusste strategische Entscheidung, um natürliche Hindernisse optimal zu nutzen.
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