La Chaux-de-Fonds/Le Locle, UNESCO-Weltkulturerbe in der Montagnes-Region, Schweiz.
La Chaux-de-Fonds und Le Locle sind zwei Bergstädte, die nach verheerenden Bränden neu aufgebaut wurden und einen Grundriss mit breiten Straßen aufweisen, die Uhrmacherwerkstätten und Wohngebäude miteinander verbinden. Die Gebäude folgen einem regelmässigen Muster mit grossen Fenstern in den unteren Geschossen, wo einst Handwerker arbeiteten.
Nach verheerenden Bränden in den 1820er Jahren wurden beide Städte von Grund auf neu geplant und nach modernsten städtebaulichen Prinzipien wieder aufgebaut. Dieser Wiederaufbau verwandelte sie in Zentren der Uhrmacherei und schuf ein Modell für funktionales Städtewachstum in der industriellen Epoche.
Das Handwerk der Uhrmacherei prägt das tägliche Leben in beiden Städten und zeigt sich in den Details der Gebäudefassaden und der lokalen Identität der Bewohner. Die Tradition der Zeitmessung ist hier nicht nur Geschichte, sondern Teil dessen, wie Menschen ihre Umgebung wahrnehmen und nutzen.
Man kann die Städte am besten zu Fuss erkunden und dabei die Strassenstruktur und Gebäudearchitektur studieren. Das Alpine-Gelände bedeutet, dass flache Wege begrenzt sind, aber die meisten Bereiche sind für Fussgänger zugänglich und mehrere geführte Touren werden angeboten.
Die Fenster in den unteren Geschossen sind absichtlich extra gross und hoch angebracht, um natürliches Licht auf die Arbeitstische der Uhrmacher zu lenken. Dieses raffinierte Design ermöglichte es den Handwerkern, auch in den dunklen Bergwintern präzise zu arbeiten.
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