Gleichstromübertragung Kriegstetten–Solothurn, Hochspannungsleitung in Solothurn, Schweiz
Kraftwerk Kriegstetten ist eine Hochspannungsleitung, die über acht Kilometer ein Elektrizitätswerk mit einer Schraubenfabrik verband. Die Leitung wurde auf Holzmasten mit Kupferdraht errichtet und transportierte Strom von zwei in Serie geschalteten Generatoren.
Die Leitung wurde am 18. Dezember 1886 eingeweiht und zählte zu den ersten kommerziellen Stromübertragungsanlagen Europas. Sie demonstrierte die Machbarkeit der Fernübertragung von Elektrizität und legte den Grundstein für moderne Energieinfrastrukturen.
Die Anlage steht mit der Person von Charles Brown verbunden, dem Chefingenieur, der später ein führendes Elektrotechnik-Unternehmen gründete. Sein Wirken prägte die Entwicklung der Stromversorgung in der Region nachhaltig.
Die Leitung war für Besucher von Außen sichtbar entlang ihrer Route vom Kraftwerk zur Fabrik verfolgenbar. Fotografieren und Beobachten waren von öffentlichen Bereichen aus möglich, da die Anlage Teil der Industrielandschaft war.
Ein Generator und ein Motor aus dieser frühen Anlage wurden ins Deutsche Museum in München gebracht und dort als Zeugnisse der Elektrotechnikgeschichte bewahrt. Diese Geräte ermöglichen Besuchern des Museums heute einen direkten Blick auf die Technologie dieser Pionierzeit.
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