Jinjue Mosque, Ming-Dynastische Moschee im Bezirk Qinhuai, China.
Die Jinjue-Moschee ist eine ummauerte Anlage von rund 4.000 Quadratmetern an der Shengzhou Road, errichtet in der späten Qing-Dynastie auf dem Grund einer Ming-Stiftung. Ihr dreifaches Tor trägt eine nachgeahmte kaiserliche Tafel mit der Aufschrift „auf kaiserlichen Befehl verliehen“ über dem Namen Jingjuesi. Im Inneren liegen mehrere Sahns, ein Empfangsraum, ein Wudu, eine Vorhalle, Gästequartiere, ein Gebetssaal und ein Mihrab am westlichen Ende.
Kaiser Hongwu befahl 1388 den Bau der Moschee, um Muslime aus den westlichen Regionen unterzubringen; 1392 war sie fertig. Nach einem Brand unter Kaiser Xuande erwirkte Zheng He Mittel aus der Staatskasse und ließ sie 1430 wiederaufbauen, ergänzt um ein Bogenportal aus Ziegelstein. Kaiser Jiajing ordnete Mitte des 16. Jahrhunderts eine Erweiterung an; nach dem Taiping-Aufstand wurde die Anlage 1877 neu errichtet.
Die Moschee ist die größte Nanjings; ihr Name Jingjuesi bedeutet „Tempel des reinen Erwachens“. Etwa 500 Menschen kommen zum Freitagsgebet, über 5000 zu den großen Festen. Das Ziegelportal mit Schnitzereien wurde auf kaiserlichen Befehl nach Zheng Hes Bitte errichtet.
Die Moschee liegt an der Shengzhou-Straße 28, wenige Gehminuten nordöstlich der U-Bahn-Station Sanshanjie in Nanjing. Der Zugang erfolgt über das dreiteilige Tor; Besichtigungszeiten sollten vorab geprüft werden, da der Hof außerhalb der Gebetszeiten geschlossen sein kann.
Die nachgeahmte Kaisertafel über dem dreiteiligen Tor trägt die Aufschrift „auf kaiserlichen Befehl verliehen“, darunter steht „Jingjuesi“. Bis zum späten 19. Jahrhundert schrumpfte die Fläche der Moschee von 107 Hektar auf 1.650 Quadratmeter, teils um die auf dem Grundstück lastenden Steuern zu senken.
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