Kehl, Grenzstadt in Baden-Württemberg, Deutschland.
Kehl ist eine Grenzstadt in Baden-Württemberg, die am Ostufer des Rheins gegenüber von Straßburg liegt und moderne Infrastruktur mit Wohnvierteln im deutschen Stil verbindet. Die Straßen sind von Bäumen gesäumt, und im Zentrum gibt es einen Marktplatz mit niedrigen Gebäuden und lokalen Geschäften.
Das Fischerdorf aus dem 11. Jahrhundert wurde 1678 während der französischen Besatzung unter Ludwig XIV. zur Festung ausgebaut. Die strategische Lage am Rheinufer machte den Ort zum umkämpften Grenzpunkt zwischen französischen und deutschen Territorien.
Die Friedenskirche aus dem Jahr 1817 war ein seltenes Beispiel ökumenischer Zusammenarbeit, in der beide Konfessionen gemeinsam Gottesdienst feierten. Der Bau einer eigenen katholischen Kirche im frühen 20. Jahrhundert beendete diese besondere Praxis und führte zur konfessionellen Trennung der Gemeinden.
Die Straßenbahnlinie D verbindet Straßburg direkt mit dem Zentrum und überquert den Rhein über die Europabrücke für Fahrzeuge. Fußgänger können die Passerelle des Deux Rives nutzen, eine moderne Brücke, die beide Städte über den Fluss hinweg verbindet.
Marie Antoinette wurde 1770 auf einer Rheininsel in der Nähe offiziell von Österreich an Frankreich übergeben. Die kleine Insel trägt seither den Namen Kommissionsinsel, um an dieses Ereignis zu erinnern.
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