Klosterbusch mine, Kohlebergwerk im Stadtteil Querenburg, Bochum, Deutschland.
Die Zeche Klosterbusch ist ein ehemaliges Steinkohlen-Bergwerk im Bochumer Stadtteil Querenburg, im unteren Lottental südlich der Ruhr-Universität. Die Tagesanlagen, darunter das Bürogebäude und die Waschkaue, in denen später die Universitätsbibliothek untergebracht war, stehen leer. Der angrenzende Steinbruch am Berg Kalwes ist der größte geologische Aufschluss Bochums und als Naturdenkmal geschützt.
Die bergrechtliche Gewerkschaft Vereinigte Klosterbusch, ursprünglich eine Eisenstein-Zeche in Essen-Werden, erwarb 1918 die Steinkohlengewerkschaften Sonnenschein, Johann-Diedrich und Buchwald in Querenburg. 1918 gingen zwei tonnlägige Schächte in Betrieb, 1924 ein seigerer Förderschacht, 1937 ein Wetterschacht und 1955 ein weiterer an der Haarstraße; die Förderung erreichte eine Teufe von 368 Metern. Am 31. Juli 1961 wurde die Schachtanlage geschlossen.
Seit März 2014 ist die Zeche in der Route der Industriekultur, Themenroute Bochum, verzeichnet, und der Bergbauwanderweg Ruhr-Universität führt am Gelände vorbei. Im erhaltenen Bürogebäude und der anschließenden Waschkaue war vor Fertigstellung der Campusbauten die Bibliothek der Ruhr-Universität untergebracht, später nutzten Institute wie die Geologie die Räume. Von 1991 bis 1994 und im Oktober 1995 wurden die benachbarten Verwaltungsgebäude von studentischen Hausbesetzern bewohnt.
Die Steinbruchwand am Kalwes ist als Naturdenkmal ND 2.5 geschützt und aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht öffentlich zugänglich; die Fläche davor dient dem Botanischen Garten der Ruhr-Universität als Versuchsfläche und zur Kompostierung von Schnittgut. Zu bestimmten Anlässen werden Führungen angeboten. Der seit März 2014 in der Route der Industriekultur geführte Bergbauwanderweg Ruhr-Universität führt am Gelände vorbei; die erhaltenen Tagesgebäude stehen leer und sollen zurückgebaut werden.
Die 1920 gebaute Seilbahn führte zu einer Verladestation an der Ruhrtalbahn bei der Zeche Holland in Herbede, auf der anderen Seite des Ruhrtals. Die Fundamente ihrer Stützenträger sind in den Feldern teilweise noch erkennbar. In einem der beiden tonnlägigen Schächte befindet sich heute eine breitbandige seismische Messstation der Ruhr-Universität, die zum Deutschen Seismologischen Regionalnetz gehört.
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