Dativius-Victor-Bogen, Römischer Triumphbogen in Mainz, Deutschland
Der Dativius-Victor-Bogen ist ein römisches Triumphaltor in Mainz, das etwa 6,5 Meter hoch und 4,5 Meter breit ist und detaillierte Steinmetzarbeiten mit Weinrankenreliefen und Tierkreissymbolen aufweist. Die Konstruktion zeigt handwerkliche Kunstfertigkeit, die in beiden erhaltenen Versionen erkennbar ist.
Der Bogen wurde in der Mitte des 3. Jahrhunderts erbaut und diente als Hauptdurchgang für ein öffentliches Gebäude in der römischen Siedlung Mogontiacum. Nach dem Niedergang Roms wurde die Struktur abgerissen und ihre Teile wurden später in die mittelalterliche Stadtmauer eingebaut.
Der Bogen zeigt aufwändige Skulpturen von Jupiter und Juno am Schlussstein, zusammen mit jahreszeitlichen Darstellungen und Zeremonienszenen, die römische Traditionen widerspiegeln.
Das Originalwerk steht in der Steinhalle des Landesmuseums Mainz, während eine maßstabsgetreue Nachbildung seit 1962 auf dem Ernst-Ludwig-Platz zu sehen ist. Besucher können beide Versionen erkunden, um die römische Architektur und deren Umgestaltung über die Jahrhunderte hinweg zu verstehen.
Arbeiter entdeckten die ursprünglichen Architekturelemente zwischen 1898 und 1911, wo sie in die mittelalterliche Stadtmauer eingebaut worden waren und als Baumaterial wiederverwendet wurden. Diese Wiederverwendung zeigt, wie Römer Materialien über viele Generationen hinweg konservierten.
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