Kurfürstliches Schloss, Renaissancepalast in Mainz, Deutschland.
Das Kurfürstliche Schloss ist ein Renaissancebau am Rheinufer in Mainz, der sich über mehrere Flügel erstreckt und mit Ecktürmen sowie reich verzierten Fassaden aufwartet. Die Anlage gliedert sich in verschiedene Abschnitte, die zu unterschiedlichen Zeiten errichtet wurden und dem Gebäude sein vielschichtiges Erscheinungsbild verleihen.
Mit dem Bau wurde 1627 unter Erzbischof Georg Friedrich von Greiffenclau begonnen, doch der Dreißigjährige Krieg unterbrach die Arbeiten mehrfach, sodass das Schloss erst 1752 fertiggestellt wurde. Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts wechselte es mehrfach den Zweck und diente unter anderem als Verwaltungssitz und Kaserne.
Im Südflügel des Kurfürstlichen Schlosses befindet sich das Landesmuseum Mainz, das Besucher mit Funden aus der Vorgeschichte bis zum frühen Mittelalter in Berührung bringt. Besonders auffällig ist die Sammlung römischer Gläser und Münzen, die direkt aus dem Boden dieser Region stammen.
Das Schloss liegt direkt am Rheinufer im Herzen von Mainz und ist zu Fuß gut erreichbar. Der Nordflügel wird als Kongresszentrum genutzt und steht für Veranstaltungen offen, während der Südflügel das Museum beherbergt, das zu den üblichen Öffnungszeiten besucht werden kann.
Das Schloss war während des Zweiten Weltkriegs stark zerbombt und stand jahrelang als Ruine, bevor eine aufwendige Restaurierung ab den 1970er Jahren seine Fassaden und Innenräume wieder aufbaute. Interessant ist, dass der heutige Bau in Teilen eine weitgehend neue Konstruktion ist, die das historische Erscheinungsbild jedoch konsequent wiedergibt.
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