Alte Lahnbrücke, Steinbogenbrücke in Limburg, Deutschland
Die Alte Lahnbrücke ist eine steinerne Bogenbrücke mit sechs Bögen, erbaut von 1315 bis 1354. Ihre Gesamtlänge beträgt 106 Meter, die Bogenweiten liegen zwischen 12,14 und 14,58 Metern. Auf der Oberstromseite steht eine Steinfigur des heiligen Johannes Nepomuk, gegenüber eine Steinfigur, die von den Überlebenden der Pest von 1349 gestiftet wurde. Der äußere Brückenturm auf der Westerwaldseite ist der einzige in Deutschland erhaltene Brückenturm aus dem 14. Jahrhundert.
Bereits 1160 gab es eine hölzerne Brücke, die der Priester Gottfried von Beselich errichten ließ und die 1255 sowie 1306 durch Lahnhochwasser zerstört wurde. Die steinerne Brücke wurde von 1315 bis 1354 mit zwei Türmen und rund 6 Metern Breite gebaut. Erzbischof Balduin von Luxemburg bewilligte 1344 ein Thorgeld, das Kaiser Karl IV. 1357 bestätigte und das bis 1905 erhoben wurde. 1945 wurde die Brücke teilweise gesprengt und 1947/48 wieder aufgebaut.
Die Steinfigur des heiligen Johannes Nepomuk, Schutzpatron der Brücken, wurde 1966 auf der Oberstromseite aufgestellt. Ihr gegenüber steht ein Steinkreuz, das Überlebende der Pest von 1349 stifteten. Ein Neidkopf in der Durchfahrt des äußeren Brückenturms gilt in der Limburger Volkssage als ein Zöllner, der wegen unrechtmäßig erhobener Zölle versteinert wurde.
Durch den erhaltenen Turm aus dem 14. Jahrhundert führt nur eine verengte Fahrspur, geregelt durch eine Ampel. Fußgänger nutzen die 1947/48 angebauten und 1982/83 verbreiterten seitlichen Auskragungen von 2,6 Metern. Die Brücke verbindet die Innenstadt mit dem Westerwälder Ufer; die neue Lahnbrücke rund 200 Meter flussabwärts übernimmt den Durchgangsverkehr.
In der Durchfahrt des äußeren Brückenturms ist ein Neidkopf in die Wand eingelassen. Die Limburger Volkssage deutet ihn als einen Zöllner, der wegen unrechtmäßig erhobener Zölle von einem Reisenden verflucht und deshalb versteinert wurde.
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