Kloster Heggbach, Ehemaliges Zisterzienserkloster in Maselheim, Deutschland.
Kloster Heggbach erhebt sich als historischer Klosterkomplex in Maselheim, Baden-Württemberg, mit erhaltener mittelalterlicher Architektur einschließlich des Haupttors, der Kirchengebäude und ehemaligen Wohnräumen, die einst eine Gemeinschaft von Zisterzienserinnen beherbergten.
Um 1248 gegründet, als Papst Innozenz IV. das Kloster offiziell in den Zisterzienserorden eingliederte, entwickelte sich die Abtei aus einer früheren Beginengemeinschaft und sammelte durch Schenkungen von Adelsfamilien beträchtliche Landbesitztümer an, bis zu ihrer Auflösung während der Säkularisation 1803.
Das Kloster bewahrt bedeutende religiöse Kunst einschließlich einer Madonna-Skulptur von etwa 1470, die der Ulmer Schule zugeschrieben wird, während seine St.-Georg-Kirche und die Kapellen St. Agnes und St. Anna bedeutende Beispiele mittelalterlicher Sakralarchitektur in der Region Oberschwaben darstellen.
Heute dienen die ehemaligen Klostergebäude als Einrichtungen der St. Elisabeth-Stiftung, die Betreuungsdienste für Menschen mit Behinderungen anbietet und kulturelle Veranstaltungen ausrichtet, während Besucher die erhaltenen historischen Strukturen erkunden und die regionale Klostergeschichte kennenlernen können.
Das Kloster besaß das seltene Privileg der Reichsunmittelbarkeit während des Heiligen Römischen Reiches, was ihm einen Sitz und eine Stimme im Reichstag gewährte und es zu einem der wenigen Frauenklöster mit derart bedeutender politischer Vertretung machte.
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