Zisterzienserinnenabtei Gutenzell, Zisterzienserkloster in Gutenzell-Hürbel, Deutschland
Die Reichsabtei Gutenzell ist ein ehemaliges Zisterzienserinnenkloster in Gutenzell-Hürbel, Baden-Württemberg. Die den Heiligen Kosmas und Damian geweihte Kirche zeigt Mauerreste des 12. Jahrhunderts und wurde 1755–56 unter Äbtissin Maria Franziska von Gall barock umgestaltet, mit Stuck von Franz Xaver Feuchtmayer dem Älteren und Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner. Die Kanzel (1756) schuf Stephan Luidl, der 1762 auch den Hochaltar fertigte. Die Konventsgebäude wurden 1864 größtenteils abgerissen.
Das Kloster wurde 1237 von Adelsfrauen der Familie Aichheim gegründet und erhielt 1238 die Bestätigung durch Papst Gregor IX. Diese frühe päpstliche Anerkennung machte es zu einem etablierten religiösen Zentrum der Region.
Die ehemalige Abteikirche St. Kosmas und Damian wurde 1474 Pfarrkirche von Gutenzell. Ihr heutiges Aussehen geht auf die barocke Umgestaltung 1755–56 zurück, mit Stuck von Franz Xaver Feuchtmayer dem Älteren und Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner. Die Kirche ist heute Teil der Oberschwäbischen Barockstraße.
Die Konventsgebäude wurden 1864 zum großen Teil abgerissen; erhalten blieb die ehemalige Abteikirche St. Kosmas und Damian, heute Pfarrkirche von Gutenzell. Der mittelalterliche Bau wurde 1755–56 im Barockstil umgestaltet, mit Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner und einer Kanzel von 1756 aus der Hand Stephan Luidls. Die Kirche ist Teil der Oberschwäbischen Barockstraße.
1685 erhielt die Abtei das Recht der hohen Gerichtsbarkeit; um 1800 besaß sie das Dorf Gutenzell sowie Anteile an Achstetten, Kirchberg und Oberholzheim mit insgesamt 1189 Untertanen. Die letzte Äbtissin Maria Justina von Erolzheim starb 1809, die letzte Nonne 1851.
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