Hindenburgdamm, Eisenbahndamm im Kreis Nordfriesland, Deutschland
Der Hindenburgdamm ist ein Bahndamm über das Wattenmeer in Nordfriesland, der die nordfriesische Insel Sylt mit dem schleswig-holsteinischen Festland verbindet. Die Trasse verläuft parallel zur Küstenlinie und führt durch flaches Wasser, wobei beide Seiten von Watt und Priel umgeben sind.
Der Bau begann 1923 und dauerte vier Jahre, wobei Arbeiter riesige Mengen Sand, Lehm und Stein in das Wattenmeer schütteten. Die Eröffnung erfolgte 1927 und beendete die jahrhundertelange Abhängigkeit Sylts von Fährschiffen.
Der Name ehrt Paul von Hindenburg, der bei der Eröffnung noch Reichspräsident war, obwohl dieser Bezug nach 1945 umstritten blieb. Reisende sehen heute vor allem Güterzüge und Autozüge, die täglich über den Damm rollen und Sylt mit dem Festland verbinden.
Reisende ohne Auto nutzen Regionalzüge, während Autofahrer ihre Fahrzeuge auf spezielle Autozüge verladen müssen, da keine Straße die Insel erreicht. Die Überfahrt dauert etwa eine halbe Stunde und bietet Ausblicke auf das Wattenmeer bei jedem Wetter.
Die Strömungen im Wattenmeer haben sich durch den Damm verändert, was zu Sandverlust an der Südspitze Sylts führt und Küstenschutzmaßnahmen notwendig macht. Ingenieure beobachten diese Veränderungen seit Jahrzehnten und passen die Strategien zur Erhaltung der Inselküste kontinuierlich an.
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