Wessobrunn, Gemeinde in Deutschland
Wessobrunn ist eine kleine Gemeinde im Pfaffenwinkel in Oberbayern, die auf einer Anhöhe liegt und von Feldern und Wäldern umgeben ist. Das Dorf besteht aus alten Gebäuden und ruhigen Straßen, mit einem Kloster im Zentrum, das bis ins Mittelalter zurückreicht, sowie einem großen Schutzwald mit seltenen Eiben, die Hunderte von Jahren alt sind.
Das Kloster wurde 753 gegründet und war über Jahrhunderte ein wichtiges spirituelles und kulturelles Zentrum der Region. Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden hier berühmte Stuckateurarbeiten, die Künstler in ganz Europa verbreiteten, während die Säkularisierung von 1803 die Funktion des Klosters grundlegend veränderte.
Wessobrunn war über Jahrhunderte ein Zentrum der Stuckateurkunst, und diese handwerkliche Tradition prägt das Dorf bis heute. Überall im Ort sieht man Beispiele dieser feinen Arbeit an Kirchen und alten Gebäuden, die zeigen, wie Künstler von hier ihre Techniken in ganz Europa verbreiteten.
Das Infozentrum im alten Schulgebäude bietet von April bis Oktober Informationen zu Geschichte und Kultur des Ortes an und ist mittwochs bis sonntags sowie an Feiertagen geöffnet. Der Ort liegt etwa 40 Kilometer von der Wieskirche entfernt und eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen durch die Wälder und die umgebende Landschaft.
Die Tassilolinde neben dem Kloster ist ein über 1.000 Jahre alter Baum mit einem Stammumfang von mehr als 11 Metern, an den sich eine Legende um Herzog Tassilo knüpft, der unter seinen Ästen geruht haben soll. Der Eibenwald in Paterzell ist eines der größten Eibenwälder Europas und beherbergt mittelalterliche Bäume, die bis heute lebendig sind.
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