Annakapelle, katholische Kapelle in Lützenkirchen, Leverkusen, Deutschland
Die Annakapelle ist eine barocke katholische Kapelle auf dem Annaberg über dem Wiembach, neben der St. Maurinus-Pfarrkirche in Lützenkirchen. Franziskaner der Kölnischen Provinz erbauten sie 1698 mit Hilfe der Lützenkirchener Bevölkerung; ihre Innenausstattung stammt aus der Bauzeit. Sie ist der heiligen Anna gewidmet und gehört zur Pfarrgemeinde St. Maurinus und Marien.
Die der heiligen Anna gewidmete Kapelle wurde 1698 von Franziskanern der Kölnischen Provinz mit Hilfe der Lützenkirchener Bevölkerung auf dem Annaberg über dem Wiembach neben der St.-Maurinus-Kirche erbaut. Die Franziskaner halfen seit etwa 1695 in der verwaisten Pfarre aus und gründeten 1705 eine Niederlassung; der 1699 eingeführte Pfarrer Coenen bewirkte um 1715 ihren Weggang gegen den Willen der Bevölkerung, worauf die Pfarre die Kapelle übernahm. Um 1810 wollte Bürgermeister Jakob Salentin von Zuccalmaglio sie zum Schulhaus umbauen; die Einwohner wehrten sich mit Sensen, Beilen und Mistgabeln, und nach gerichtlichen Untersuchungen wurde die Kapelle 1814 in ihren bisherigen Zustand zurückversetzt. 1932 renovierten Mitglieder der Kolpingsfamilie sie.
Die Kapelle ist der heiligen Anna gewidmet, deren Fest am 26. Juli während der jährlichen Annaoktav Pilger anzog. Um 1810 widersetzten sich Einwohner mit Sensen, Beilen und Mistgabeln dem Umbau zum Schulhaus und riefen „Wir lassen unser Leben für die Heilige Anna“ – der „Bauernaufstand in Lützenkirchen“. Das Innere stammt aus der Bauzeit.
Besucher sollten wissen, dass der Ort in der Nähe des Wiembach-Baches liegt und von ruhigen Grünflächen umgeben ist, was einen entspannten Spaziergang ermöglicht. Die Kirche empfängt Besucher zu bestimmten Zeiten, daher ist es ratsam, vorher Informationen über die Öffnungszeiten einzuholen.
Um 1810 wollte Bürgermeister Jakob Salentin von Zuccalmaglio die Kapelle in ein Schulhaus umbauen. Bewaffnet mit Sensen, Beilen und Mistgabeln wehrten sich die Einwohner mit dem Ruf „Wir lassen unser Leben für die Heilige Anna“; die Zeitungen nannten es „Bauernaufstand in Lützenkirchen“. Nach gerichtlichen Untersuchungen wurde die Kapelle 1814 in ihren bisherigen Zustand zurückversetzt.
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