Kaufungen, hessische Gemeinde im Landkreis Kassel
Kaufungen ist ein kleiner Ort in der Nähe von Kassel in einem Tal neben dem Fluss Losse, mit zwei verbundenen Dorfkernen namens Oberkaufungen und Niederkaufungen. Das Ensemble wird geprägt durch Fachwerkhäuser mit steilen Dächern, enge Gassen im älteren Teil sowie Klostergebäude wie die große Stiftskirche und die kleine St.-Georgs-Kapelle.
Der Ort wurde erstmals 1011 erwähnt und war ein Königshof von Bedeutung. 1017 gründeten Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde ein Benediktinerkloster auf einem Hügel über der Siedlung, das für Jahrhunderte das Leben des Ortes prägte. Mit der Reformation Anfang des 16. Jahrhunderts wurde das Kloster aufgelöst und verlor seine religiöse Funktion.
Der Name Kaufungen stammt vom mittelalterlichen Begriff "Königshof" ab und bezieht sich auf die historische Bedeutung des Ortes als Versammlungsplatz. Die beiden Dorfkerne zeigen bis heute unterschiedliche Charaktere: Oberkaufungen bewahrt enge Gassen und Fachwerkhäuser, die an die bäuerliche Vergangenheit erinnern, während Niederkaufungen als moderne Wohngemeinschaft gestaltet ist.
Der Ort lässt sich bequem mit dem Auto über die A7-Autobahn erreichen, Parkplätze liegen nahe dem Ortskern und den Hauptattraktionen. Eine Straßenbahnlinie verbindet Kaufungen mit Kassel, was auch ohne eigenes Fahrzeug eine einfache Anreise ermöglicht.
Die Kaiserin Kunigunde, die hier nach dem Tod ihres Mannes lebte, ist mit einer Legende verbunden, nach der sie unversehrt auf glühende Pflugscharen ging. Diese Geschichte wird bis heute in lokalen Erzählungen weitergegeben und macht den Ort zu einem Schauplatz mittelalterlicher Wundergeschichten.
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