Gleißhammer, Wohnbezirk in Nürnberg, Deutschland
Gleißhammer ist ein Nürnberger Stadtteil, dessen Norden überwiegend aus vier- bis fünfstöckigen Bürgerhäusern der 1910er und 1920er Jahre besteht. Im Südosten prägen der Komplex der Bundesagentur für Arbeit, das Martin-Behaim-Gymnasium, das Neue Gymnasium und die Meistersingerhalle das Ortsbild. Westlich des Luitpoldhains liegt das Nibelungenviertel mit altem Baum- und Villenbestand.
Die Gegend wird erstmals 1336 dokumentiert und entstand als kleine Siedlung in der Nähe des Zeltnerweiher-Sees. Der Ort war früh Standort einer Eisenschmiede, einer der ältesten Industrieanlagen Nürnbergs.
Der Name Gleißhammer stammt von den Eisenhammerwerken, die hier betrieben wurden; die Einheimischen nennen den Ort Glashamma. Seit der Reformation ist der Stadtteil evangelisch-lutherisch, ursprünglich nach St. Nikolaus und Ulrich in Mögeldorf gepfarrt, heute nach St. Peter. Das Zeltnerschloß gehört seit 1981 der Stadt Nürnberg und ist an einen Kulturladen vermietet, der Kulturveranstaltungen ausrichtet.
Der Bahnhof Nürnberg-Gleisshammer verbindet das Viertel seit 1920 mit mehreren Stadtbuslinien und der Bahnlinie Nürnberg-Feucht. Besucher können die Gegend leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erkunden und verschiedene Teile der Stadt erreichen.
Das Zeltnerschloss wurde vor 1370 als Hammerschloss erwähnt, das eine frühindustrielle Wassermühle zur Blecherzeugung schützte. Sein Dach trug ursprünglich die für Nürnberger Herrensitze typischen Eckerker, die nach dem Brand von 1943 nicht wieder aufgebaut wurden. Seit 1981 gehört es der Stadt Nürnberg, die es an einen Kulturladen vermietet.
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