Antikolonialdenkmal, Gedenkmonument in Schwachhausen, Deutschland.
Das Antikolonialdenkmal ist ein zehn Meter hoher Elefant aus dunkelrotem Oldenburger Klinker, entworfen vom Bildhauer Fritz Behn und ausgeführt vom Architekten Otto Blendermann. Die Figur geht in ein zwölfeckiges Sockelstück über und ruht auf einer 15 mal 11,20 Meter großen Sockelstufe; auf der Flanke stehen rot aufgemalte Zeichen, die an „35“ und „76“ erinnern. Ein Backsteinband zieht sich bogenförmig über die Seite, und der Rüssel krümmt sich zur Brust hinab.
Das elefantenförmige Denkmal, entworfen vom Bildhauer Fritz Behn und ausgeführt vom Architekten Otto Blendermann, wurde am 6. Juli 1932 als Reichskolonialehrendenkmal eingeweiht. Am 18. Mai 1990, kurz nach der Unabhängigkeit Namibias, wurde es in Antikolonialdenkmal umbenannt; 1996 enthüllte Präsident Sam Nuyoma eine Tafel zum Gedenken an die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft.
Das Denkmal trägt den Namen "Antikolonialdenkmal", was seine kritische Haltung zur deutschen Kolonialgeschichte ausdrückt. Besucher können Gedenktafeln lesen, die an die Opfer der deutschen Kolonialherrschaft in Afrika erinnern.
Das Denkmal steht an der Gustav-Deetjen-Allee und ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, insbesondere vom Hauptbahnhof Bremen aus. Der Ort liegt im grünen Nelson-Mandela-Park, wo Besucher sich Zeit für Reflexion nehmen können.
Die Krypta war nicht verschlossen: Sechs Stufen an der Kopfseite des Elefanten führten hinab zu einem bronzenen Tor, und je drei Fenster an den Längsseiten beleuchteten den Gewölberaum. Das Totenbuch mit 1.490 Namen lag dort auf einem steinernen Tisch; als die Krypta als Abstellraum diente, kam es ins Staatsarchiv Bremen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.359 Mitwirkenden weltweit.