Niederwalddenkmal, Nationaldenkmal in Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Das Niederwalddenkmal ist ein 38 Meter hohes Bauwerk aus Bronze und Stein oberhalb des Rheins bei Rüdesheim am Rhein. Die Hauptfigur Germania steht auf einem mehrstufigen Sockel, umgeben von weiteren Skulpturen und Inschriften, die sich über die gesamte Anlage verteilen.
Die Grundsteinlegung erfolgte 1877 durch Kaiser Wilhelm I., und das Denkmal wurde 1883 eingeweiht, um an die Gründung des Deutschen Reiches 1871 zu erinnern. Johannes Schilling entwarf die Bronzefigur der Germania, die in Dresden gegossen und per Schiff nach Rüdesheim transportiert wurde.
Die Figur der Germania trägt eine Kaiserkrone und hält das wiedergewonnene Reichsschwert in ihrer rechten Hand, während sie in der linken die Reichskrone zeigt. Zahlreiche Besucher steigen die Treppen zum Sockel hinauf und betrachten die Reliefs, die Szenen aus dem Krieg von 1870 und 1871 darstellen.
Das Denkmal ist täglich zugänglich und vom Tal aus über eine Seilbahn oder mehrere Wanderwege durch den Niederwald zu erreichen. Die Aussichtsplattform am Fuß der Statue bietet einen weiten Blick auf das Rheintal, und der Weg führt durch bewaldete Hänge mit Rastplätzen.
Während der Einweihungsfeier im September 1883 versuchte ein Anarchist namens August Reinsdorf, das Denkmal mit Dynamit zu sprengen, doch die Zündung versagte. Die Figur der Germania wiegt allein etwa 32 Tonnen, und ihre Herstellung erforderte mehrere Jahre Arbeit in der Dresdner Gießerei.
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