Niederwalddenkmal, Nationaldenkmal in Rüdesheim am Rhein, Deutschland
Das Niederwalddenkmal ist ein 38 Meter hohes Bauwerk aus Bronze und Stein oberhalb des Rheins bei Rüdesheim am Rhein. Die Hauptfigur Germania steht auf einem mehrstufigen Sockel, umgeben von weiteren Skulpturen und Inschriften, die sich über die gesamte Anlage verteilen.
Am 16. September 1877 wurde der Grundstein im Beisein Kaiser Wilhelms I. gelegt, am 28. September 1883 folgte die Einweihung. Bildhauer war Johannes Schilling, die Architektur und die Terrassenbauten stammten von dem Dresdner Architekten Karl Weißbach. Die Figur der Germania entstand in der Königlichen Erzgießerei zu München und war dort bis zum 14. Juni 1883 ausgestellt, bevor sie nach Rüdesheim transportiert wurde.
Germania erhebt die Kaiserkrone mit der rechten Hand und hält das Reichsschwert gesenkt in der linken. Das große Bronzerelief unter ihrem Sockel zeigt 133 lebensgroße Figuren um den reitenden König Wilhelm von Preußen, darunter sind fünf der sechs Strophen des Liedes „Die Wacht am Rhein“ eingemeißelt.
Das Denkmal ist täglich zugänglich und vom Tal aus über eine Seilbahn oder mehrere Wanderwege durch den Niederwald zu erreichen. Die Aussichtsplattform am Fuß der Statue bietet einen weiten Blick auf das Rheintal, und der Weg führt durch bewaldete Hänge mit Rastplätzen.
Die Germania-Figur wurde in der Königlichen Erzgießerei in München gegossen und war dort bis zum 14. Juni 1883 ausgestellt. Ihre rund 35 Tonnen wurden in Teilen auf drei Waggons und anschließend per Schiff von Worms nach Rüdesheim gebracht. Das schwerste Einzelteil wog 12 Tonnen.
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