Reichsabtei Salem, Zisterzienserkloster in Salem, Baden-Württemberg
Die Abtei Salem ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Baden-Württemberg mit einer gotischen Münsterkirche und barocken Klostergebäuden. Die Kirche zeigt hohe Steingewölbe und schlanke Fenster, während die angrenzenden Flügel Wohn- und Arbeitsräume der Mönche umfassten.
Zwölf Mönche aus der Abtei Lützel im Elsass gründeten das Kloster 1137 und siedelten auf diesen Standort über. Kaiser Friedrich I. verlieh der Abtei 1155 den Reichsstand und Schutz, wodurch sie an Einfluss gewann.
Der Name Salem leitet sich vom hebräischen Wort für Frieden ab und spiegelt die Ordensregel der Zisterzienser wider. Heute beherbergt die Anlage eine Schule und ein Museum, während der alte Kreuzgang Besuchern einen ruhigen Durchgang zwischen den Gebäuden bietet.
Das Gelände ist weitläufig und erfordert etwa zwei Stunden für einen gründlichen Rundgang durch Kirche und Räumlichkeiten. Die meisten Bereiche sind ebenerdig zugänglich, doch einige Treppen führen zu oberen Stockwerken.
Im 18. Jahrhundert eröffnete die Abtei die erste Sparkasse Deutschlands und führte moderne Finanzpraktiken ein. Die Mönche verwalteten Ländereien und Dörfer, was diese frühe Bankgründung als praktische Lösung für ihre wirtschaftlichen Aufgaben erscheinen ließ.
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