Hackesche Höfe, Jugendstil-Hofkomplex in Mitte, Berlin, Deutschland
Die Hackesche Höfe ist ein Gebäudekomplex aus acht verbundenen Höfen mit aufwendig gestalteten Fassaden aus farbiger glasierter Keramik an der Rosenthaler Straße. Die Höfe sind so angelegt, dass sie von außen durch ein großes Tor zugänglich sind und sich dann in einer Reihe nacheinander öffnen.
Der Komplex entstand zwischen 1906 und 1923 als Wohn- und Gewerbegebiet mit durchdachter Planung. Die verschiedenen Höfe wurden damals mit unterschiedlichen Funktionen genutzt und bilden ein Beispiel für die Stadtentwicklung dieser Epoche.
Im Innenhof finden sich regelmäßig Kunstveranstaltungen und kleinere Performances statt, die das Gelände zu einem lebendigen Treffpunkt machen. Besucher können hier sehen, wie Künstler und Handwerker die Räume nutzen und das Viertel als kreatives Zentrum gestalten.
Die Höfe beherbergen heute etwa 40 Läden, Restaurants, Galerien und Theater mit unterschiedlichen Öffnungszeiten, die selbstständig organisiert sind. Am besten erkundet man die Anlage tagsüber zu Fuß, indem man einfach von Hof zu Hof geht und die verschiedenen Angebote entdeckt.
August Endell gestaltete den ersten Hof mit besonders aufwendigen keramischen Verzierungen, die Blüten- und Wellenmuster zeigen. Diese dekorativen Fassaden gehören zu den beeindruckendsten Beispielen des Art Nouveau in Berlin.
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