Bederkesaer Roland, Rolandstatue in Bad Bederkesa, Deutschland
Der Bederkesaer Roland ist eine 1,90 Meter große Sandsteinfigur eines Ritters in türkisfarbener Rüstung der Spätrenaissance mit einem visierlosen, federgeschmückten Helm. Die Rechte hält ein gezogenes Schwert, die Linke einen auf den Boden gestützten Schild mit dem doppelköpfigen Reichsadler. Die Statue steht auf einem 1,45 Meter hohen Sockel vor der Burg Bederkesa.
Diese Statue wurde zwischen 1599 und 1604 erschaffen, möglicherweise vom Bremer Bildhauer Lüder von Bentheim, und wurde 1736 zum ersten Mal schriftlich dokumentiert. Seitdem hat sie mehrere Umzüge innerhalb und um Schloss Bederkesa herum erlebt und reflektiert die lange Präsenz des Ortes als Machtsymbol.
Der Schild trägt den doppelköpfigen Reichsadler, und auf jeder der vier Sockelseiten hält ein Löwe ein Wappen: das der Stadt Bremen sowie die der Bremer Ratsherren und Bederkesaer Drosten Schütte, Kreffting und Schorhar, die den Roland vermutlich errichten ließen. Die Figur bekundete damit den Gerichtsanspruch Bremens über das Amt Bederkesa.
Die Statue steht im Hof der Burg Bederkesa, wohin sie 1982 zurückkehrte und mit einem schmiedeeisernen Schutzgitter umgeben wurde. Sie ist von der Umgebung aus zu sehen, ohne die Burg zu betreten. Achten Sie auf das Gitter, das den Standort markiert.
Das Schwert wurde 1945 von kanadischen Soldaten zerstört und 1953 instand gesetzt, im Jahr der Versetzung auf den Marktplatz. 1982 kam der Roland nach einer weiteren Instandsetzung zur Burg zurück und erhielt ein schmiedeeisernes Schutzgitter.
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