Bahnstrecke Bremerhaven–Bederkesa, Historische Eisenbahnstrecke zwischen Bremerhaven und Bad Bederkesa, Deutschland
Die Bahnstrecke Bremerhaven–Bederkesa ist eine 17,6 km lange Normalspurstrecke, die in Bremerhaven-Speckenbüttel von der Bahnstrecke Bremen–Bremerhaven abzweigt und über Langen, Debstedt, Knüppelholz, Drangstedt und Bad Bederkesa führt. Die Zwischenstationen erhielten kleine eingeschossige Dienstgebäude ähnlich denen der Cuxhavener Strecke; Langen bekam zusätzlich eine Wartehalle, die später in einen Güterschuppen umgebaut wurde.
Die Bahn nahm 1896 den Betrieb auf und diente über 70 Jahre lang dem Personentransport, bevor dieser 1968 eingestellt wurde. Danach verkehrten noch Güterzüge, bis die Strecke 1993 vollständig geschlossen und später als Museumseisenbahnlinie wiederbelebt wurde.
Die Museumsbahn wird vom Verein Museumsbahn Bremerhaven–Bederkesa e. V. betrieben, der im März 1990 auf Initiative des damaligen Samtgemeindedirektors Wilfried Habenicht aus Bederkesa und einiger Eisenbahnfreunde aus Bremerhaven gegründet wurde. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Eisenbahnverkehr der 1950er Jahre nachzubilden. Die Züge fahren von Bederkesa über Lehe, Hauptbahnhof und Wulsdorf zum Bahnhof „Schaufenster Fischereihafen“.
Die Strecke ist 17,6 km lang und führt von Bremerhaven-Speckenbüttel nach Bad Bederkesa. An Fahrtagen fährt die Museumsbahn dreimal von Bederkesa bis Bremerhaven-Fischereihafen, nur der erste Zug weiter zum Hauptbahnhof Bremerhaven. Die Fahrzeuge des Vereins stehen in einer 2007 übergebenen Halle in Bederkesa.
Die V 36 134, die im Oktober 2000 den Museumsbetrieb eröffnete, steht seit einem Maschinenschaden im Dezember 2004 abgestellt in Bad Bederkesa; eine Aufarbeitung ist nicht mehr vorgesehen. Seit 2006 bespannen V 100 der Elbe-Weser-Verkehrsbetriebe aus Bremervörde die Züge.
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