Barenburg, Eisenzeitliche Wallburg bei Eldagsen, Deutschland
Die Barenburg ist eine eisenzeitliche Wallburg auf einem bewaldeten Bergsporn des Osterwaldes, etwa 3 km südlich von Eldagsen und 1 km westlich des Klosters Wülfinghausen. Die Innenfläche umfasst 5,5 ha. Im Süden ist ein 280 m langer Steinwall mit vorgelagertem Graben noch mehrere Meter hoch; steile Hänge und Felswände schützen die übrigen Seiten.
Die Barenburg ist eine Wallburg, deren Entstehung anhand von Lage und Form in die vorrömische Eisenzeit datiert wird; da keine Grabung stattfand, ist auch eine frühmittelalterliche Entstehung möglich. Sie diente der Bevölkerung als Fliehburg, eine Funktion, die bis ins Mittelalter angehalten haben könnte, da sie zum Besitz des Klosters Wülfinghausen gehörte. Nach den Raubgrabungen von 1988 geborgenes Metall zeigt verbogene Lanzenspitzen, geschartete Sicheln und herausgerissene Gürtelhaken, die der Archäologe Erhard Cosack mit einem Überfall in der jüngeren Eisenzeit verbindet.
Der Name Barenburg hat keine belegte slawische Wurzel; die Anlage gehörte zum Kloster Wülfinghausen, das sie wohl bis ins Mittelalter als Fliehburg nutzte. Noch heute sind der 280 Meter lange Steinwall und sein vorgelagerter Graben im Süden zu erkennen.
Der Ort liegt in einem Waldgebiet und ist am besten zu Fuß von Eldagsen aus zu erreichen. Die markierten Wanderwege sind ganzjährig begehbar, aber festes Schuhwerk ist aufgrund des hügeligen und teils unebenen Geländes empfehlenswert.
1988 boten Raubgräber auf einer Münzbörse in Hannover eisenzeitliche Metallobjekte mit der Fundortangabe „Barenburg, Niedersachsen“ an; die Ermittlungen führten zu einer Gruppe aus Berlin, bei der rund 400 latènezeitliche Fundstücke beschlagnahmt und der Forschung wieder zugeführt wurden. Die undokumentierte Bergung minderte den Quellenwert der Anlage erheblich.
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