Bayerisches Viertel, Historisches Wohnviertel in Schöneberg und Wilmersdorf, Berlin, Deutschland
Der Stadtteil erstreckt sich zwischen der Tauentzienstraße und der Wexstraße und wird durch breite Straßen mit stattlichen Hausfassaden charakterisiert. Begrünte Plätze prägen das Bild und sorgen für grüne Akzente im Wohngebiet.
Die Bebauung begann um 1900 durch ein Grundstücksunternehmen, das diesen Stadtteil als gehobene Wohnlage für die damals noch unabhängige Stadt Schöneberg entwickelte. Der Aufbau entstand unter der Leitung von Salomon Haberland und zielte auf wohlhabende Schichten ab.
Benannte Künstler und Intellektuelle siedelten sich hier ab Anfang des 20. Jahrhunderts an, angezogen von den großzügigen Wohnungen und dem gehobenen Ambiente. Der Stadtteil verkörpert bis heute das Selbstverständnis einer bildungsbürgerlichen Wohnlage, wo sich Bewohner und Besucher gerne in den ruhigen Straßen und grünen Plätzen aufhalten.
Der Stadtteil ist gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar und verfügt über eigene U-Bahn-Haltestellen, durch die Sie schnell ins Zentrum Berlins gelangen. Die Gegend bietet zahlreiche lokale Geschäfte und Cafés, die zum Spazieren und Verweilen einladen.
In den 1990er Jahren installierten zwei Künstler etwa 80 Gedenktafeln im ganzen Stadtteil, die dokumentieren, unter welchen Einschränkungen jüdische Bürger hier lebten. Diese Tafeln sind noch heute an den Häuserfassaden sichtbar und erzählen von dieser dunklen Vergangenheit.
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