Museum Behnhaus Drägerhaus, Kunstmuseum in Lübeck, Deutschland.
Das Museum Behnhaus Drägerhaus besteht aus zwei benachbarten Bürgerhäusern in der Königstraße 11 und 9. Das Behnhaus wurde 1783 errichtet und von dem dänischen Architekten Joseph Christian Lillie für Bürgermeister Peter Hinrich Tesdorpf im klassizistischen Stil umgebaut. Die Diele ist zum ersten Obergeschoss offen, im Gartenflügel liegen die früheren Privaträume, und beide Häuser sind im Erd- und Obergeschoss verbunden.
Das Behnhaus wurde 1783 als großbürgerliches Wohnhaus errichtet und Anfang des 19. Jahrhunderts von dem dänischen Architekten Joseph Christian Lillie für den späteren Bürgermeister Peter Hinrich Tesdorpf im klassizistischen Stil umgebaut. 1823 erwarb der Arzt Georg Heinrich Behn das Haus; es blieb bis 1920 in Familienbesitz. Lübecker Bürger kauften es und schenkten es Anfang Februar 1921 dem Senat mit der Bedingung, ein Museum für neuere Kunst einzurichten; Direktor Carl Georg Heise richtete es ein. Das benachbarte Haus Königstraße 9, Wohnhaus des Bürgermeisters Nikolaus Brömse (1472–1543), wurde 1978 bis 1981 mit Mitteln der Dräger-Stiftung umgebaut und Drägerhaus genannt.
Der Nazarener-Bestand kreist um den in Lübeck geborenen Friedrich Overbeck, dessen künstlerischen Nachlass Charlotte Overbeck 1914 der Stadt schenkte; sein hier gezeigtes Hauptwerk hängt in der Marienkirche. Edvard Munchs Bild Die Söhne des Dr. Linde, 2006 im Museum of Modern Art gezeigt, kam über den Lübecker Arzt und Mäzen Max Linde. Im Mezzanin ist eine kleine Jugendstil-Sammlung zu sehen.
Beide Häuser sind im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss durch einen Durchgang verbunden, sodass man ohne Umweg nach draußen von einem ins andere gelangt. Nach dreijähriger Sanierung mit Fahrstuhl und Fußbodenheizung unter den Steinplatten der Diele wurde das Gebäude im November 2025 wieder geöffnet. Von der Terrasse zwischen den Seitenflügeln führt eine Freitreppe durch die Bürgergärten zum Pavillon der Overbeck-Gesellschaft.
Im Gartenflügel des Drägerhauses liegen mehrere ineinander übergehende Festsäle im Rokoko-Stil, kein französisches Interieur. Das Haus war das Wohnhaus des Lübecker Bürgermeisters Nikolaus Brömse (1472–1543); eine Gedenktafel an der Fassade erinnert an ihn. Im Erdgeschoss befand sich zuletzt die Weberei von Hildegard Osten.
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