Katharinenkirche, Gotische Kirche in der Lübecker Altstadt, Deutschland.
Die Katharinenkirche ist eine Backsteinkirche im gotischen Stil in der Lübecker Altstadt, die heute als Museum genutzt wird. Das Gebäude gehört zu einem ehemaligen Franziskanerkloster und ist eines der wenigen vollständig erhaltenen Klosterkomplexe in Norddeutschland.
1225, noch zu Lebzeiten des heiligen Franz von Assisi, erhielten die Franziskaner das Grundstück an der Ecke Königstraße und Glockengießerstraße. Um 1303 wurde der Ostteil mit Chor und Querschiff in Backsteingotik neu gebaut; Streit mit Bischof Burkhard von Serkem stoppte die Arbeiten um 1310, 1319 ging es mit Geld des Bürgermeisters Segebodo Crispin weiter. 1356 war das Langhaus fertig, als die Sächsische Franziskanerprovinz hier ihr Kapitel hielt. 1531 machte die Kirchenordnung Johannes Bugenhagens das Kloster zur Lateinschule Katharineum.
Die Kirche trägt das Patrozinium der heiligen Katharina von Alexandrien. Seit 1980 dient sie als Museumskirche: Zu sehen sind eine Nachbildung der St.-Jürgen-Gruppe, die Bernt Notke für die Stockholmer Storkyrka schuf, ein Epitaph Godfrey Knellers für seinen Vater und Tintorettos Auferweckung des Lazarus. Die mittelalterlichen Altäre, etwa Hermen Rodes Lukasaltar, bewahrt das St.-Annen-Museum.
Der Eingang befindet sich in der Altstadt, die gut zu Fuß erreichbar ist. Es empfiehlt sich, vor dem Besuch die aktuellen Öffnungszeiten und Zugangsbedingungen zu prüfen, da das Museum saisonal geöffnet ist.
In die Außenfassade sind Skulpturen von Ernst Barlach und Gerhard Marcks eingelassen, zwei der bekanntesten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts. Diese Arbeiten wurden aus modernem Klinker gefertigt und fügen sich direkt in das mittelalterliche Backsteinmauerwerk ein.
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