Laeiszhalle, Konzerthalle in Neustadt, Hamburg, Deutschland
Die Laeiszhalle ist ein Konzerthaus im Stadtteil Neustadt von Hamburg, das durch seine reich verzierte Fassade im Stil der Neobarock auffällt und über zwei Hauptsäle verfügt. Das Gebäude zeigt sich mit aufwendigen Stuckelementen, geschwungenen Balkonen und einer großzügigen Eingangshalle, die in die verschiedenen Veranstaltungsräume führt.
Der Hamburger Reeder Carl Laeisz vermachte der Stadt 1,2 Millionen Mark für eine würdige Stätte ernster Musik, seine Witwe Sophie stockte den Betrag auf 2 Millionen Mark auf. Die Architekten Martin Haller und Emil Meerwein errichteten die Musikhalle von 1904 bis 1908 auf einem städtischen Grundstück am Wallring; am 4. Juni 1908 wurde sie als größtes und modernstes Konzerthaus Deutschlands eingeweiht. Den Zweiten Weltkrieg überstand sie unversehrt, danach nutzten die britischen Besatzer sie vorübergehend als Funkhaus für ihren Sender BFN.
Die Halle ist nach der Reederei F. Laeisz benannt: Ihr Gründer Carl Laeisz vermachte der Stadt 1,2 Millionen Mark für eine würdige Stätte edler und ernster Musik, seine Witwe Sophie stockte den Betrag auf 2 Millionen Mark auf. Seit der Eröffnung der Elbphilharmonie sind die Symphoniker Hamburg das Residenzorchester. Im Brahms-Foyer steht Max Klingers Johannes-Brahms-Denkmal von 1909 zwischen Büsten von Komponisten und Musikern.
Das Haus liegt direkt am Johannes-Brahms-Platz in zentraler Lage, sodass Besucher es bequem zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen können. Die Bestuhlung bietet gute Sicht von den meisten Plätzen, und Einlass erfolgt in der Regel eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.
Der Große Saal hat 2025 Sitzplätze, der Kleine Saal 640; hinzu kommen das „Studio E“ mit 150 und das Brahms-Foyer mit 80 Plätzen an Tischen. Die Walcker-Orgel von 1908 hatte 73 Register und einen in die Bühne versenkbaren Spieltisch; ihr Pfeifenwerk wurde 1950 in ein Wuppertaler Theater umgesetzt.
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