Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik, Forschungsinstitut in Dahlem, Berlin, Deutschland
Das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, Menschliche Erblehre und Eugenik war ein Forschungszentrum in Berlin-Dahlem, das sich auf Studien zur menschlichen Biologie und Vererbung konzentrierte. Das Gebäude selbst ist ein geschütztes Baudenkmal, das heute Besuchern einen Einblick in die architektonische Gestaltung wissenschaftlicher Institutionen der Weimarer Republik bietet.
Das Institut wurde 1927 gegründet und war lange Zeit ein führendes Forschungszentrum, dessen Arbeiten später von der Nazi-Regierung für politische Zwecke instrumentalisiert wurden. Nach 1945 wurde es geschlossen, und sein Erbe dient heute als mahnendes Zeichen für die Gefahren der ideologischen Vereinnahmung wissenschaftlicher Arbeit.
Das Institut war für viele Menschen in Berlin ein Ort wissenschaftlicher Autorität, dessen Forschungen und Lehren in akademischen Kreisen großes Gewicht hatten. Die Gebäude in Dahlem wurden zu einem Symbol für die enge Verflechtung von Wissenschaft und staatlicher Macht in dieser Zeit.
Das Gebäude befindet sich in der Ihnestraße 22 im Berliner Stadtteil Dahlem und ist von außen zugänglich, obwohl es heute nicht als Museum betrieben wird. Besucher sollten im Voraus prüfen, ob spezielle Führungen oder Öffnungen angeboten werden, da das Innere normalerweise nicht öffentlich zugänglich ist.
Das Institut beschäftigte sich nicht nur mit theoretischen Studien, sondern führte auch Messungen und Vergleiche an lebenden Menschen durch, die heute als ethisch völlig inakzeptabel gelten. Diese praktischen Experimente sind ein Schlüssel zum Verständnis, wie Pseudowissenschaft unmittelbaren Schaden anrichten kann.
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