Augustinerchorherrenstift Rottenbuch, Augustinerkloster in Rottenbuch, Deutschland.
Das Kloster Rottenbuch ist ein ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift im bayerischen Ort Rottenbuch. Die der Geburt Marias geweihte Stiftskirche wurde ab 1085 im romanischen Stil errichtet, mit Querhaus und freistehendem Turm, einer für eine bayerische Kirche ungewöhnlichen Anlage. Im 18. Jahrhundert gestalteten der Maler Matthäus Günther und der Stuckateur Josef Schmuzer den Innenraum im Spätbarock und Rokoko neu.
Das Stift wurde 1073 auf Initiative des bayerischen Herzogs Welf I. gegründet und entwickelte sich schnell zu einem einflussreichen religiösen Zentrum in der Region. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die ursprünglich romanische Kirche schrittweise umgebaut und erhielt im 18. Jahrhundert ihre heutige Rokoko-Ausstattung.
Die ehemalige Stiftskirche Mariä Geburt dient seit der Säkularisation 1803 als Pfarrkirche von Rottenbuch. Im 18. Jahrhundert statteten der Maler Matthäus Günther und der Stuckateur Josef Schmuzer das Innere neu aus. Die Rottenbucher Augustiner-Chorherren betreuten auch die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt auf dem Hohen Peißenberg.
Die ehemalige Stiftskirche, heute Pfarrkirche von Rottenbuch, liegt rund zwölf Kilometer nordöstlich der Wieskirche über dem Ammertal. Die erhaltenen Klostergebäude beherbergen das Rathaus, die Grundschule und das Dorfmuseum und werden von der Regens-Wagner-Stiftung genutzt; einige dienen als Wohngebäude. Das Dorf ist klein, die Anlage ist zu Fuß gut erreichbar.
Nach der Säkularisierung von 1803 wurden die Klostergebäude abgerissen und die wertvollen Handschriften der Bibliothek eingestampft, um daraus Papier herzustellen. Die Kirche hingegen blieb erhalten, weil sie als Pfarrkirche weitergenutzt wurde.
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