Stammlager VII A, Kriegsgefangenenlager in Moosburg an der Isar, Deutschland.
Stalag VII-A war ein Kriegsgefangenenlager in Moosburg, das etwa 35 Hektar Land umfasste und während des Zweiten Weltkriegs Gefangene verschiedener Nationen aufnahm. Das Lager bestand hauptsächlich aus Holzbaracken, die in den Kriegsjahren für zehntausende Soldaten errichtet wurden.
Das Lager wurde im September 1939 eröffnet und wuchs von anfänglichen 10.000 Plätzen zu einem Ort, der Ende 1945 über 80.000 alliierte Soldaten aufnahm. Nach der Befreiung nutzte die amerikanische Besatzung den Ort weiter, um Zivilisten zu internieren.
Ein französischer Bildhauer schuf während seiner Gefangenschaft vier Reliefs aus lokalem Stein, die heute in einem Denkmal-Brunnen zu sehen sind. Diese Werke zeigen, wie künstlerische Kreativität auch unter schwierigsten Bedingungen entstehen konnte.
Das Gelände kann zu Fuß erkundet werden, wobei noch erhaltene Barackengebäude und das Denkmal auf dem früheren Friedhof in Oberreit südlich der Stadt zu sehen sind. Besucher sollten damit rechnen, dass die meisten Strukturen aus der Kriegszeit nicht mehr vorhanden sind und nur einzelne Überreste erhalten blieben.
Nach der Befreiung wurde das Lagergelände in ein Internierungslager für Zivilisten umgewandelt, was später zur Gründung des Moosburger Stadtteils Neustadt führte. Dieser Stadtteil entstand also direkt aus der Nachnutzung des ehemaligen Gefängnisgeländes.
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