Branitzer Park, Englischer Garten in Cottbus, Deutschland
Der Branitzer Park ist ein 622 Hektar großer Englischer Landschaftspark in Cottbus, den Fürst Hermann von Pückler-Muskau ab 1846 anlegte. Im Zentrum steht Schloss Branitz, ein dreigeschossiger Bau mit heller Fassade, dunklem Walmdach, Dachgauben und einem mittleren Giebelfeld; eine Steinfigur auf hohem Sockel steht vor dem bogigen Portal. Der Park gliedert sich in Pleasureground, Innenpark und Außenpark.
1696 kam das Majorat Branitz an die Grafenfamilie Pückler; 1785 zog sie nach Muskau, Branitz wurde verpachtet. Nach dem Verkauf Muskaus im April 1845 aus finanziellen Gründen begann Hermann von Pückler-Muskau 1846, in Branitz einen englischen Landschaftspark anzulegen, und bezog 1852 mit Lucie das umgebaute Schloss. Sein Stiefcousin Heinrich von Pückler nahm später weitreichende Umgestaltungen vor, geleitet vom Obergärtner Georg Bleyer.
Der Park heißt niedersorbisch Rogeński park, und der Ortsteil Branitz gehört zu Cottbus. Im Park sind die beiden Erdpyramiden zu sehen: Die 1856–1857 errichtete Seepyramide auf einer künstlichen Insel im See birgt die Gräber Pücklers und seiner Frau Lucie, die stufenförmige Landpyramide steht südöstlich des Sees. Im Schloss Branitz hängen Gemälde des in Cottbus geborenen Carl Blechen.
Die einzelnen Zonen des Parks sind durch Wege und Brücken verbunden, die einen Rundgang von mehreren Kilometern ermöglichen und dabei unterschiedliche Landschaftseindrücke bieten. Wer die gesamte Anlage erleben möchte, sollte mehrere Stunden einplanen und bequeme Schuhe tragen.
Zwei Erdpyramiden erheben sich aus dem flachen Gelände, wobei die auf einer Insel gelegene Seepyramide als letzte Ruhestätte des Grafen dient. Der Wassergraben um die Pyramide gibt dieser Struktur eine besondere Erscheinung, die sich deutlich vom Schlossbereich abhebt.
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