St.-Johannes-Erbstollen, Bergbaustollen in Witten, Deutschland
Der St.-Johannes-Erbstollen ist ein Abbauwerk unter der Erde, das sich über mehr als einen Kilometer durch die Stadtteile Hardenstein und Vormholz erstreckt. Der Tunnel verfügt über einen Haupteingang, der sich 77 Meter über dem Meeresspiegel befindet und diente historisch als Entwässerungs- und Belüftungssystem für die umliegenden Kohlegruben.
Der Stollengang wurde 1777 angelegt und gehörte zu einer größeren Bergbauanlage im märkischen Revier. Das Bauwerk ermöglichte es damals, mehrere Gruben gleichzeitig mit Wasser zu versorgen und die Arbeiter mit frischer Luft zu beliefern.
Der Stolleneingang trägt den Namen eines Heiligen und erinnert an die religiöse Prägung der Bergbauregion im 18. Jahrhundert. Besucher können heute noch die handwerklichen Spuren dieser Epoche an den Wänden entdecken, wo Hammer und Meißel ihre Arbeit hinterlassen haben.
Der Stolleneingang liegt tiefer als eine benachbarte Abbauanlage, was den Besucher darauf hinweist, dass mehrere Ebenen unter der Oberfläche existieren. Es ist ratsam, sich auf enge, feuchte Bedingungen einzustellen und festes Schuhwerk sowie Kleidung mitzubringen, die Verschmutzung verträgt.
Das Wasser, das aus dem Stollen fließt, hat einen hohen Eisengehalt und färbt den Bachlauf orange-braun an. Dieser natürliche Prozess zeigt noch heute, wie die Geologie dieser Gegend die Bergbaugeschichte geprägt hat.
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