Kanonissenstift Gernrode, Religiöses Kloster in Quedlinburg, Deutschland
Das Stift Gernrode ist ein ehemaliges Frauenstift in Gernrode, einem Ortsteil von Quedlinburg in Sachsen-Anhalt, das um eine der frühesten romanischen Kirchen Deutschlands herum gebaut wurde. Die Anlage umfasst die Stiftskirche St. Cyriakus mit ihrem Langhaus, zwei Türmen und einem Krypta-Bereich sowie weitere historische Bauten des ehemaligen Konvents.
Das Stift wurde um 960 von Markgraf Gero gegründet, der dort nach dem Tod seines Sohnes eine Gemeinschaft frommer Frauen ansiedeln wollte. Im Laufe der Reformation wurde es in ein evangelisches Stift umgewandelt, blieb aber als Institution bestehen bis es schließlich im 19. Jahrhundert aufgelöst wurde.
Die Stiftskirche St. Cyriakus ist eines der am besten erhaltenen romanischen Kirchengebäude in Deutschland und zieht viele Besucher an, die die schlichten Steinbögen und die ruhige Innengestaltung auf sich wirken lassen möchten. Besonders auffällig ist das sogenannte Heilige Grab, eine Nachbildung des Grabes Christi in Jerusalem, die sich in einem Seitenraum befindet und bis heute zu sehen ist.
Die Stiftskirche ist für Besucher zugänglich und lässt sich am besten bei Tageslicht besichtigen, da das Innere recht dunkel sein kann. Gernrode liegt wenige Kilometer von Quedlinburg entfernt und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto gut erreichbar.
Die Krypta der Stiftskirche enthält eine Nachbildung des Heiligen Grabes in Jerusalem, die wahrscheinlich im 11. Jahrhundert errichtet wurde und zu den ältesten solcher Nachbildungen nördlich der Alpen zählt. Pilger, die nicht nach Jerusalem reisen konnten, suchten diesen Ort auf, um dort zu beten.
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