Quedlinburg, Mittelalterliche Stadt in Sachsen-Anhalt, Deutschland.
Quedlinburg ist eine Stadt im Harzkreis in Sachsen-Anhalt, die sich am Nordrand des Mittelgebirges entlang des Flusses Bode ausbreitet und Fachwerkhäuser aus fünf Jahrhunderten bewahrt. Über der Altstadt erhebt sich der Schlossberg mit der romanischen Stiftskirche, während schmale Straßen durch Wohnviertel mit mittelalterlicher Anlage führen.
Heinrich I. gründete hier 922 eine Königspfalz und die Stadt wurde zu einem Zentrum der Ottonen mit einem Damenstift, das weltliche und geistliche Macht vereinte. Nach Jahrhunderten unter Äbtissinnen verlor das Stift seine Herrschaft durch die Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Der Name stammt von einer alten slawischen Siedlung und die Stadt wird bis heute von Fachwerkhäusern geprägt, in denen Bewohner leben und kleine Geschäfte führen. Gassen führen bergauf zur Stiftskirche, während unten am Fluss Häuser aus verschiedenen Jahrhunderten eng beieinanderstehen und das Bild der Altstadt formen.
Die Altstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden, da die meisten Sehenswürdigkeiten nahe beieinander in den engen Gassen liegen und der Aufstieg zum Schlossberg nur wenige Minuten dauert. Regionalzüge verbinden den Bahnhof mit größeren Städten und eine Schmalspurbahn fährt von hier zu anderen Orten im Harz.
Die Stiftskirche verwahrt einen Domschatz mit Handschriften und liturgischen Gegenständen aus dem Mittelalter, darunter Objekte die einst zur königlichen Ausstattung gehörten. Acht Jahrhunderte lang regierten Äbtissinnen über Stadt und Umland mit einer Macht die sowohl kirchlich als auch politisch war.
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