FDGB-Ferienheim Fritz Heckert, Kulturdenkmal in Gernrode, Quedlinburg, Deutschland.
Das Fritz-Heckert-Heim ist ein Feriengebäude in Gernrode bei Quedlinburg, das auf dem Kuhkopf-Hügel nördlich des Harzes liegt. Der Komplex besteht aus einem Hauptgebäude mit gebogener Eingangszone und mehreren Terrassen, die sich in die Landschaft hinein erstrecken.
Das Gebäude wurde zwischen 1952 und 1954 nach Plänen des Ingenieurbüros Maedecke erbaut und war das erste neu gebaute Ferienheim in der DDR. Es entstand in einer Zeit, als der Staat moderne Erholungsorte für seine Bürger schaffen wollte.
Das Gebäude wurde nach Vorbildern des Olympischen Dorfes von 1936 entworfen und zeigt Merkmale der Klassischen Moderne. Seine Form und Anordnung spiegeln Designideen wider, die in jener Zeit als modern und fortschrittlich galten.
Das Gebäude ist seit 1990 leer und befindet sich in einem renovierungsbedürftigen Zustand, den man von außen deutlich sehen kann. Im Jahr 2021 wurden Pläne angekündigt, es in Ferienwohnungen und Sportanlagen umzuwandeln, was seine Zukunft noch unklar macht.
1959 wurde das Gebäude auf einer Briefmarke der DDR abgebildet und erreichte damit eine nationale Bedeutung, die selten für Ferienheime vergeben wurde. Diese Ehrung zeigt, wie wichtig der Staat das Projekt als Symbol seiner modernen Politik sah.
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