Schlossberg, Historischer Hügel in Quedlinburg, Deutschland.
Der Schlossberg ist ein Sandsteinhügel südwestlich der Quedlinburger Altstadt, oberhalb des Mühlengrabens. An seinem Hang liegt das Stift Quedlinburg mit der romanischen Stiftskirche St. Servatius, die im Wesentlichen zwischen 1070 und 1129 errichtet wurde. Das Foto zeigt verbundene Steinbauten mit roten Ziegeldächern, einen Stufengiebel, einen hohen quadratischen Turm mit Pyramidendach und eine gewölbte Holztür mit der Nummer 30.
936 gründete Otto I. auf Fürsprache seiner Mutter Mathilde, der Witwe des im selben Jahr verstorbenen Königs Heinrich I., das Stift Quedlinburg auf dem Berg. Die romanische Stiftskirche St. Servatius wurde im Wesentlichen zwischen 1070 und 1129 errichtet. Der etwa 27 Grad geneigte Sandstein erwies sich als instabil; am Südwestfuß rutschten in den letzten Jahrzehnten große Schollen ab, worauf die Stützmauern mit tief in den Fels reichenden Ankern gesichert wurden.
Die Stiftskirche St. Servatii auf dem Gipfel des Hügels zieht Besucher an, die sich für romanische Kunst und mittelalterliche Relikte interessieren. Im Inneren sind Grabmäler und Skulpturen aus dem Mittelalter zu sehen, die die Bedeutung des Ortes für das damalige Herrschaftszentrum widerspiegeln.
Der Hügel ist von der Quedlinburger Altstadt aus zu Fuß über gepflasterte Wege zu erreichen, die allmählich ansteigen. Einige Bereiche der Anlage, insbesondere die Kirche und die Krypta, können für Besucher mit eingeschränkter Mobilität schwer zugänglich sein.
Der Berg besteht aus Sandstein der Unterkreide, dessen Schichten etwa 27 Grad nach Südsüdwesten einfallen. Am südwestlichen Fuß ist in den so genannten Klippen eine sehr feinkörnige Schicht zu sehen, die im nassen Zustand zu fließen beginnt; auf ihr sind in den letzten Jahrzehnten große Schollen festeren Sandsteins abgerutscht. Tief in den Fels eingebrachte Anker halten heute die Stützmauern.
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